Die Schönheit vom Nine Inch Konzert

April 2, 2007 at 18:23 16 Kommentare

Dann wollen wir mal nicht lange rumfackeln: Sie hat langes, natürlich braunes, wallendes Haar und ein Gesicht, dessen Schönheit mit reinen Worten nicht zu beschreiben ist. Ein wahrliches Leuchtfeuer oder um einen der größten Musiker unserer Zeit zu zitieren „she shines in a world full of ugliness“. Dieses Antlitz der absoluten Vervollkommnung war bereits die 37 Euro Ticketpreis wert, auch wenn ich sie erst nach dem Konzert im menschenüberfüllten U-Bahnhof erblickte.

Das Zusatzkonzert am Tag darauf war natürlich eine Selbstverständlichkeit und wer war ebenfalls wieder dabei? Ich würde die Intelligenz eines jeden, der das hier liest, beleidigen, würde ich tatsächlich annehmen, er wüsste es nicht. Natürlich war Sie auch da – stehend in der ersten Reihe des oberen Ranges. Es war also ein leichtes, sie während des Konzertes hin und wieder zu beobachten. Ein Konzert, das ab da an nur noch als Bonus zu bezeichen war. Ein Konzert, für das ich einem speckigen Latino, der sonst vermutlich in Tichuana Wunderkerzen verkauft, 40 Euro für das Ticket hingeblättert habe. Ein im Übrigen atemberaubend gutes Konzert – soviel konnte ich mitbekommen. In der Menge schließlich aus den Augen verloren, sollte ich sie vermeintlich nicht wieder sehen. Doch was wäre dies für ein Eintrag, hätte ich nicht noch ein Kapitelchen hinzuzufügen?

Denn in der größten Stadt Deutschlands mit mehreren Millionen Einwohnern läuft sie nur wenige Tage später zufällig direkt an mir vorbei. Meinen Augen kaum trauend drehe ich mich um und starre ihr geschlagene zehn Sekunden hinterher, ehe der Befehl meines Gehirns, ihr verdammt nochmal hinterherzulaufen, in meinen Beinen ankommt. Sie läuft zügig und ich habe Mühe, ihr zu folgen, ohne das es auffällig ist. Besonders schwierig gestalten sich Ampeln, denen man nicht zu Nahe kommen darf, da man bei Rot schnell direkt neben ihr stehen könnte und somit entdeckt würde. Ebenso könnte sie bei Grün über die Straße gehen, die Ampel wechselt auf Rot und ich stehe da wie ein Idiot. Wie dem auch sei, die Ampeln sind auf meiner Seite. Ich sehe, dass sie raucht. Sie biegt um die Kurve und ich hoffe, dass sie sich nicht umdreht. Sie tut es nicht und bleibt am Briefkasten eines Postamtes stehen. Mir wird klar, dass ich jetzt nicht weiterlaufen darf, da ich sie sonst überhole. Ich darf auch nicht stehenbleiben, das wäre zu auffällig. Ein dämlicher Stand mit Zigeunerlumpen kommt mir gerade recht und ich tu so, als würde mich der Plunder interessieren. Nun betritt sie schließlich das Postgebäude und mir bleibt nichts weiter übrig, als zu warten und mir zu überlegen, was ich zu ihr sagen könnte ausser „Wir kennen uns zwar nicht, aber ich würde gerne mit Dir ausgehen“. Kurze Zeit später verlässt sie die Post und läuft den Weg wieder zurück. Ich folge ihr beinahe joggend, da sie verdammt schnellen Fußes durch die mit widerlich vielen Menschen überfüllte Seitenstraße eilt. In einer weiteren Nebenstraße verschwindet sie kurz hinter einigen Autos und…. taucht nicht wieder auf!!! Wie vom Erdboden verschluckt! Doch siehe da: Der Ticketverkauf Trinity Concerts. Ich bin mir sicher, dass sie da reingegangen ist. Die einzige Tür, durch die sie hätte verschwinden können. Doch als sie nach fünf Minuten noch immer nicht wieder auftaucht, mache ich mir langsam Sorgen und betrete das Etablissment: Sie ist nicht hier! Zwei nette Angestellte der Konzertkasse schauen mich an, also heuchle ich Interesse an diversen Konzertkarten. „Was kosten diese? Was kosten jene? Ach übrigens, ist hier grad n hübsches, brünettes Mädchen reingekommen? Was kosten diese Karten nochmal?“

Ich konnte herausbekommen, das Sie Konzertflyer verteilt und deshalb ca. einmal die Woche bei Trinity Concerts vorbeischaut (nur fünf Minuten von meiner Abeitsstelle entfernt). Leider jedoch zu keiner geregelten Zeit. Man bot mir das Übermitteln einer Botschaft an, doch ich lehnte erstmal ab. Es muss mir irgendwie gelingen, ihr durch Trinity Concerts erneut zu begegnen. Nur wie? Ich weiß es nicht, aber ich werde sie jagen um die Monde von Nibia und um den Antares-Mahlstrom und durch die ewigen Flammen der Verdammnis bevor ich sie aufgebe…

 NIN-Girl

[MIRAGE NINE]

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Entry filed under: Dr. Love, Mädchen, Verguckt.

Und so beginnt es! Das Warteschlangenmädchen

16 Kommentare Add your own

  • 1. marzipanbrot  |  April 2, 2007 um 19:00

    geh überall hin wo trinity konzerte stattfinden!

  • 2. Dr. Love  |  April 3, 2007 um 23:07

    Das wäre eine Option. Ihr auflauern und sie anspringen wie ein reudiger Köter. Du als Frau etwa im selben Alter kannst mir doch bestimmt sagen, ob dies eine realistische Erfolgschance hätte. Stell Dir jemanden wie mich vor, der sabbernd und mit einem Fernglas in der Hand aus einer Hecke springt und Dir erzählt, er würde gerne etwas mit Dir unternehmen. Würdest Du das nicht als unangenehm empfinden und aus der Situation entfliehen wollen (also auch ohne Sabber und Fernglas)? Auch wenn Du Dich geschmeichelt fühlst, woher sollte denn Dein plötzliches Interesse kommen?
    Ich glaube nicht, dass mir das gefallen würde, wenn ich versuche mich in diese Situation hineinzuversetzen.

    Vielleicht wäre es besser, das Angebot der Trinity-Leute anzunehmen und ihr mit deren Hilfe eine Nachricht zukommen zu lassen. Nur müsste ich schon Casanova höchstselbst sein, um die Worte zu finden, die sie zu einer Antwort bewegen (oder halt den Körper von Heath Ledger haben). Wie naiv ist es denn, anzunehmen, sie würde zurückschreiben? Sie würde es sicher nicht tun. Aber ist es nicht dennoch die für sie angenehmste Möglichkeit, von mir „angesprochen“ zu werden?

    Ein altes thalaxianisches Sprichwort besagt: Wenn sich vor Dir zwei Wege auftun, so wähle den dritten. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, an die ich noch nicht gedacht habe?

  • 3. Miquail  |  April 4, 2007 um 8:14

    Aber sagt uns nicht auch ein klingonisches Sprichwort: „koQ — waH Da’aQ — nOsh — lu’PuH!“ Wie wäre es denn, wenn du — statt hier weinerlich herumzuheulen bzw. heulerisch herumzuweinen und zu überlegen, ob du ihr nun auflauerst, eine Nachricht zukommen lässt oder dir Heath Ledger-ähnliche Sixpacks antrainierst — einfach mal anfängst ZU LEBEN! Wieso zur Hölle hast du sie nicht sofort angesprochen?!? Das widerspricht jeglichem Sinn für klaren Menschenverstand. Umso unglaublicher erscheint es nun nämlich, dir zu glauben, dass du sie ansprechen w ürdest, wenn du ihr ein WEITERES (!) Mal begegnest … Du solltest versuchen, damit aufzuhören, dir bei jedem dahergelaufenen Girl einzureden, sie wäre DIE Eine. Aber wie dem auch sei: Ich denke, deine Chancen, sie wiederzusehen, lassen sich besonders genau in mathematischen Zusammenhängen darstellen — die Wahrscheinlichkeit liegt bei genau 50:50. Entweder wirst du sie sehen — oder eben nicht.

    (P.S.: Ich trage die Hoffnung in mir, dass du das oben gesagte mit nicht allzu viel Ernst aufnimmst. Um ehrlich zu sein: Ich würde genau die selben Befürchtungen haben …)

  • 4. bloque  |  April 4, 2007 um 8:58

    Ach übrigens: Der Bloque

  • 5. Dr. Love  |  April 4, 2007 um 16:09

    Mann, Michael, du elender P’Tach! Natürlich muss ich hier nicht rumheulen und Dir als einen von maximal drei Lesern etwas davon erzählen. Aber wenn das kein gutes Thema für den Versager-Blog ist, was denn dann? Willst Du lieber unsere kleinen Star-Trek-Quizspielchen spielen? Du hast sicher Recht, ich sollte den Blog sein lassen, den Computer ausschalten und das schöne Wetter genießen.

    (P.S. Ich trage die Hoffnung in mir, dass du das oben gesagte mit nicht allzu viel Ernst aufnimmst.)

  • 6. Patty Sue  |  April 5, 2007 um 15:01

    (bäh, 2. versuch..)
    Also.. nimm das angebot der trinity leute an und schreibe ihr! Etwas besseres wird dir nicht passieren!
    Ihr auflauern und ansprechen.. dumme idee, vor allem, wann wirst du sie wieder sehen? in einer woche? in 4 wochen? Ist doch scheisse..
    Schreib ihr was nettes im Sinne von: „..schöne unbekannte… Ich hatte dich auf dem nin konzert gesehen, doch leider hatte ich nicht die möglichkeit dich anzusprechen (stand zu weit weg/zu voll/aus den augen verloren… etc)… durch zufall habe ich dich bei trinity gesehen, doch du warst schon wieder weg (gut, den teil kann man ändern)

  • 7. Patty Sue  |  April 5, 2007 um 15:04

    teil 2
    du gehst mir seid dem nicht mehr aus dem kopf und ich würde dich gerne kennen lernen
    meine nr: bla bla
    Gruß xxx

  • 8. Patty Sue  |  April 5, 2007 um 15:06

    mach es einfach! denk nicht zu viel darüber nach, macht nur nervös.
    gruß PattySue

  • 9. bloque  |  April 5, 2007 um 15:37

    Wäre ganz nett, wenn du mir auf MEINEN Blog posten würdest …

    (P.S.: Ich trage die Hoffnung in mir, dass du das oben gesagte mit allzu viel ernst aufnimmst.)

  • 10. bloque  |  April 6, 2007 um 15:59

    Was Patty Sue sagt (vielleicht sollte jemande, der sich hier Bloque nennt nicht beschweren, aber „Patty Sue“ klingt schon reichlich doof — anyway), klingt zwar ganz gut, aber ich bin dennoch der Meinung, dass sie darauf nicht antworten wird. Aber letztendlich habe ich doch ein männliches Geschlechtsorgan zwischen den Beinen baumeln — insofern kann sich Patty Sue (sofern tatsächlich femiNIN) wahrscheinlich besser in die Handlungsweise einer anderen Frau denken. Ich würde übrigens auf so eine Botschaft antworten. Aber — auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen — ich bin ja auch (mehr oder weniger) ’n Typ.

    Danke für den angebrachten Kommentar auf meinem Blog, Doc Love … (Mist, wie kriegt man hier ein Wort kursiv?)

  • 11. PattySue  |  April 7, 2007 um 2:34

    ja, mein name klingt doof, na und!? mir fällt kein blöderer name ein.anyway..
    ach, das problem bei euch männern ist, das ihr angst habt die kontrolle zu verlieren,deshalb wollt IHR ihre nr.
    wenn er ihr den brief schreiben würde, wäre er ihr „ausgeliefert“(es ist recht früh, meine formulierungen sind deshal recht dürftig)
    schon mal daran gedacht, dass es ihr imponieren könnte, weil er sich was getraut hat? mir fallen n gründe ein, weshalb sie darauf antworten würde und nur 4, weshalb nicht: entweder vergeben,lesbisch,feige oder ne schnepfe
    gut nacht

  • 12. marzipanbrot  |  April 7, 2007 um 12:06

    naja ich würde auf so einen brief, wie patty sue ihn vorgeschlagen hat auf keinen fall reagieren. ich würde ihn zerknüllen und wegschmeißen. ich finde am besten lässt sich halt auf einer veranstaltung ansprechen wie halt dem konzert. einfach nen dummen grund finden sowas „was kostet denn hier das bierß“ oder ähnliches und schon vorher überlegen, wie du dann weitermachst.

  • 13. PattySue  |  April 7, 2007 um 15:52

    wenn mich jem fragen würde, wie viel ein bier kostet, wäre meine antwort: keine ahnung. umdrehen, wegsehen, typ ignorieren.

  • 14. Dr. Love  |  April 7, 2007 um 18:41

    „Was kostet denn hier das Bier“??? Willst Du mich ins Messer laufen lassen? „Ich habe Herpes, wollen wir mal ausgehen?“ wäre erfolgsversprechender. Oder „Mein Name ist Stefan und ich puzzle gern“.
    Ich werd ihr ne Nachricht zukommen lassen und wenn sie die zerknüllt und wegschmeißt, dann ist sie eh nich die Richtige.
    Oder aber ich mache einen schweren Fehler…

  • 15. Solok  |  April 7, 2007 um 19:07

    „Was kost’n hier’s Bier?“ (womoglich noch gelallt) — da kannst du ihr ja gleich deinen Anonyme Alkoholiker Ausweis in die Hand drücken … Meiner Meinung nach — und meiner Erfahrung nach — sollte man keinen anderen Grund vortäuschen. Warum nicht direkt ihre intelektuelle und ästethische Schönheit ansprechen und nach einem weiteren Treffen fragen?

    Aber zurück zum Thema: Warste nun nochma bei Trinity (wahrscheinlich landen auf dieser Seite bald THE MATRIX Fans, die bei Google Nacktbilder von Trinity gesucht haben)?

    Übrigens wird mir jetzt bewusst, warum hier gleich 15 Posts zu finden sind, während sich mein Schlaftabletten-Block gerade mal eines Kommentares erfreuen kann: Hier gehts um Bräute! Und ich schreib noch über Star Trek … Ich sollte mal meinen Spock-Pyjama ausziehen und erwachsen werden …

  • 16. sopitikoj  |  September 8, 2007 um 13:02

    Hi

    Nice site man! This will be my first time visiting. Keep up the great work. Thanks much!

    G’night

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